Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet die Förderung von Beratungsleistungen für bestehende Unternehmen an – teilweise kann die Höhe der Förderung bis zu 90% des Beratungshonorars erreichen, jedoch nur bei Unternehmen in Schwierigkeiten. Ebenfalls von höheren Förderungen profitieren Jungunternehmen.

Was sind Jungunternehmen?

Als Jungunternehmen gelten Unternehmen, die bereits gegründet sind, bei denen jedoch bisher weniger als zwei Jahre seit der Gründung vergangen sind. Diese Unternehmen stehen oft vor anderen Herausforderungen als die sogenannten Bestandsunternehmen, die bereits länger als zwei Jahre am Markt sind.

Welche Besonderheiten gelten für Jungunternehmen?

Jungunternehmen können alle Themen für die Beratung genauso wie Bestandsunternehmen auswählen. Ebenso gelten dieselben Fördersätze je nach Standort des Unternehmens und die Möglichkeit für eine allgemeine und für spezielle Beratungen. Abweichend sind die maximal förderfähigen Beratungskosten: hier gelten 4000 Euro zzgl. Mehrwertsteuer statt der 3000 Euro wie bei Bestandsunternehmen. Ebenso ist es möglich, dass die Beratung länger als fünf Beratertage dauert.

Daraus ergeben sich die nachfolgenden abweichenden Fördersummen.

StandortFördersatzFörderungEigenanteil
Region Lüneburg60%2400 €1600 €
Alte Bundesländer50%2000 €2000 €
Neue Bundesländer80%3200 €800€
von 4000 €

Für Jungunternehmen ist zusätzlich ein Informationsgespräch mit einer der BAFA-autorisierten Leitstellen verpflichtend – telefonisch reicht aus.

ESF-Fragebogen für Jungunternehmen (BAFA)

Hinweise für Jungunternehmen (DIHK)


Was sind Unternehmen in Schwierigkeiten?

Eine wirtschaftliche Schieflage kann viele Ursachen haben: offene Rechnungen, unvorhergesehen Investitionsbedarfe, Personalausfall oder eine Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In dieser Situation fehlen kleinen und mittleren Unternehmen zumeist Erfahrungen, Wissen und Ideen, um schnelle Lösungen zu entwickeln. Unternehmen, die unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Gründung in dieser Situation sind, werden als Unternehmen in Schwierigkeiten eingestuft.

Welche Besonderheiten gelten für Unternehmen in Schwierigkeiten?

Unabhängig vom Zeitpunkt der Gründung gelten für Unternehmen in Schwierigkeiten maximal förderfähige Beratungskosten in Höhe von 3000 Euro zzgl. Mehrwertsteuer. Zusätzlich gilt unabhängig vom Standort ein einheitlicher Fördersatz von 90%. Ebenso ist es möglich, dass die Beratung länger als fünf Beratertage dauert.

Daraus ergibt sich die nachfolgende maximale Fördersumme.

StandortFördersatzFörderungEigenanteil
alle Regionen90%2700 €300 €
von 3000 €

Abweichend von den anderen Fördermöglichkeiten besteht bei der Förderung für Unternehmen in Schwierigkeiten die Option auf eine Erstberatung und eine Folgeberatung.

Für Unternehmen in Schwierigkeiten ist zusätzlich ein Informationsgespräch mit einer der BAFA-autorisierten Leitstellen verpflichtend – telefonisch reicht aus.

Hinweise für Unternehmen in Schwierigkeiten (DIHK)

Informationen der Leitstelle INTERHOGA